Welche Baumart ist als Brennholz am besten geeignet?

Als Brennholz werden verschiedene Baumarten verwendet und jede hat ihre Vor- und Nachteile. Beim Brennholz unterscheidet man die Brenndauer und Heizwert, sowie weitere Eigenschaften, die die bestimmte Holzart für das Verheizen im Kamin oder Kaminofen vorausbestimmen.

Die Hauptaufteilung auf Weichholz und Hartholz kommt bei der Wahl von Brennholz in Frage. Dabei sollte man darauf achten, dass diese Aufteilung nicht nach der Baumart (Nadelholz oder Laubholz) erfolgt, sondern nach der Holzdichte. Hölzer, deren Trockenmassedichte mehr als 550 kg/m3 ausmacht, sind als Hartholz bezeichnet. Unter diesem Wert spricht man von einem Weichholz.

Für die Verbrennung im Kamin oder Kaminofen sollte man möglichst Hartholz verwenden, da dieses eine längere Brenndauer als Weichholz hat. Das ist für die Verbrennung im Holzofen günstig, da man weniger oft nachlegen muss. Der Nachteil von Hartholz ist, dass bei deren Verbrennung mehr Asche als bei Weichholz entsteht.

Weichholz entwickelt hingegen eine höhere Verbrennungstemperatur und zündet auf Grund der niedrigeren Hozdichte leichter an. Für das Anheizen sollte man also dünne Holzspännen aus Weichholz verwenden. Ebenfalls kann die hohe Verbrennungstemperatur von Weichholz für die Verbrennung in Speicheröfen günstig sein, die sollche Hitze speichern können.

Baumarten im Vergleich:

Buche – Buche ist ein hervorragendes Brennholz für alle Ofenarten aber auch für offene Kamine. Es hat einen hohen Heizwert, knistert und spritzt nicht und hat einen gleichmäßigen, langen Abbrand. Es muss jedoch länger gelagert werden, da es langsamer trocknet.

Weisbuche (Hainbuche) ist eine eigene Holzsorte. Es ist noch härter als Buchenholz und lässt sich nur schwer sägen und spalten. Sie brennt sehr lang und hat ähnlich wie Eiche einen besonders hohen Heizwert.

Eiche – Eiche hat ähnlich wie Buche einen hohen Heizwert und sehr langen, gleichmäßigen Abbrand. Eichenholz ist nur für geschlossene Feuerstätten geeignet, da es spritzt. Wegen großen Gehalt an Gerbstoffen muss Eichenholz sehr trocken sein, ansonsten entstehen im Rauchgas Säuren, die den Schornstein angreifen.

Esche kann man im Heizwert und anderen Eigenschaften dem Buchenholz vergleichen. Auch die Preisgestaltung ist ähnlich wie bei Buche. Esche hat neben Birke das schönste Flammenbild.

Birke – Besonders geeignet für das Verheizen in offenen Kaminen, da es nicht spritzt. Birke hat einen besonders schönen, blauen Flammenbild. Birkenholz trocknet schnell aus, brennt leich an und hat einen angenehmen Geruch wegen dem Gehalt von ätherischen Öle.

Fichte – Brennholz aus Fichte eignet sich vor allem zum Anheizen und zum Verheizen im Speicherofen oder Holzvergaserkessel, die seine hohe Abbrandtemperatur speichern können. Es brennt leicht an und entwickelt schnell eine hohe Temperatur. Für offene Kamine ist Fichtenholz nicht geeignet, da es auf Grund des hohen Harzgehaltes spritzt und knistert. Fichte hat wie andere Nadelhölzer einen angenehmen Geruch.  Wegen großer Verbreitung kann Fichte besonders günstig gekauft werden.

Tanne ist als Brennholz nicht so üblich wie Fichte, es wird vor allem im Alpenraum benutzt. Gegenüber Fichte hat Tanne einen geringeren Harzanteil und dadurch kommt es bei dessen Verbrennung nur sehr wenig zum Funkenflug.

Brennholz aus Kiefer hat eine deutlich höhere Qualität als andere Nadelhölzer. Da die Verbreitung vom Kiefer nicht flächendeckend ist, wird es als Kaminholz aber nur regional verwendet. Das gleiche gilt auch für die Lärche.

Eine eigene Gruppe bilden Hölzer wie Pappel oder Weide. Sie haben einen ähnlichen Brennverhalten wie Nadelholz. Das extrem schnelle Wachstum hat der Pappel eine besondere Position in der Energiewirtschaft gesichert. Sie wird vor allem für die Herstellung von Hackschnitzeln verwendet und in den gr0ßen automatisierten Heizanlagen verbrannt.

Holzbriketts

Die Erwähnung in unserer Aufzählung verdienen auch Holzbriketts. Holzbriketts haben einen Nutzenverhältnis zu Brennholz von 4 : 1.  Eine Tonne Holzbriketts entspricht also ca. 4 Schüttraummeter von Brennholz (lose geschütettes ofenfertiges Holz).

Bezogen auf die durchschnittlichen Preise und den Nutzungswert sind Holzbriketts oft günstiger als der Kauf von ofenfertigem Brennholz. Hierzu kommen noch die Vorteile der einfachen Lagerung und der Komfort des Ofenbetreibers.

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3 Antworten zu Welche Baumart ist als Brennholz am besten geeignet?

  1. Bernhard sagt:

    gute Information und Vergleich für alle, die mit dem Kaminofen heizen

  2. Manfred sagt:

    Ich nutze eigentlich auch nur Buche zum heizen. Buche gibt wirklich lang die Wärme ab und bildet sehr wenig Ruß.

  3. Klaus J. sagt:

    Für mich besteht kein Zweifel, Buche ist dass beste Brennholz, was auf dem deutschen Markt zu bekommen ist.
    Beste Heizwerte, kaum Dreck im Wohnzimmer durch abfallende Rinde, und ein angenehmes Flammbild.

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