‘Kaminbau’
Ermittlung der erforderlichen Wärmeleistung bei wasserführenden Kamineinsätzen
Die Grundlage für eine effektive und angenehme Holzheizung ist die richtige Dimensionierung des Kamineinsatzes, sprich die Bestimmung der erforderlichen Wärmeleistung. Der Wärmebedarf einer Gebäude ist von mehreren Faktoren abhängig, wie z.B. der Wärmeverlust der einzelnen Räumlichkeiten, derer Disposition sowie das örtliche Klima.
Wer die Installation eines wasserführenden Kamineinsatzes oder Kaminofens plannt, sollte sich am besten den genauen Wärmebedarf sowie die erforderliche Wärmeleistung des Kamineinsatzes sowie der einzelnen Räumlichkeiten von einem Fachmann errechnen lassen. Dazu sind Angaben aus der Hausdokumentation notwendig.
Wer diese Angaben nicht zur Verfügung hat, kann mit Hilfe unserer vereinfachten Tabelle die ungefähre erforderliche Wärmeleistung des Kamineinsatz-Wärmetauschers ermittlen.
Vereinfachte Berechnung der erforderlichen Wärmeleistung

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Was ist bei einem Schornstein zu beachten
Schornsteine für Kamine und Öfen
Ein Kamin oder Kaminofen benötigt grundsätzlich einen Schornstein, der die Rauchgase abführt. Eine Ausnahme stellen Bioethanolkamine oder Gelkamine dar, die ohne Schornstein betrieben werden können. Schornsteine für Kamine und Öfen müssen der Norm EN 18160 entsprechen.
Der Schornstein-Mindestquerschnitt soll bei offenen Kaminen mindestens 400 cm2 (20 x 20 cm) betragen, bei geschlossenen Feuerstätten 196 cm2 (14 x 14 cm).
Eine Feuerstätte soll in der Regel einen separaten Schornsteinzug haben. Die Mehrfachbelegung eines Schornsteines (mehrere Feuerstätten auf einem Kaminzug) ist nur dann möglich, wenn die Feuerstätten der DIN 18891 Bauart 1 entsprechen. Sollche Kamineinsätze/Öfen dürfen nur mit geschlossenen Feuerraumtür betrieben werden. Aber auch hier gelten bestimmte Regeln und die Mehrfachbelegung des Schornsteines muss vorab durch den Schornsteinfeger genehmigt werden.
Welche Schornsteinarten gibt es?
Bei der Wahl des Schornsteines stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Klassische gemauerte Schornsteine werden immer mehr durch Fertigteilschornsteine oder Edelstahlschornsteine ersetzt.
Moderne Feuerungen haben auf Grund des hohen Wirkungsgrades eine niedrige Abgastemperatur. Das hat die Auswirkung, dass die Temperatur der Rauchgase am Schornsteinkopf den Taupunkt unterschreitet und es entsteht Kondenzwasser, das den Mauerwerk beschädigt. Moderne Schornsteinsysteme sind oft Feuchteunempfindlich und für Heizanlagen mit niedriger Abgastemperatur geeignet.
Wirksame Schornsteinhöhe
Im Zusammenhang mit Schornstein spricht man oft von der wirksamen Schornsteinhöhe. Als wirksame Schornsteinhöhe bezeichnet man den Abschnitt zwischen dem Abgasstutzen des Kamineinsatzes oder der Unterkante Rauchsims der Kaminöffnung bis zur Oberkante der Schornsteinmündung.
Die wirksame Schonsteinhöhe muß bei einem einfach belegten Schornstein mindestens 4 m betragen. Mehrfach belegte Schornsteine, an die Feuerungen für feste Brennstoffe angeschlossen sind, benötigen mindestens 5 m wirksame Schornsteinhöhe.
Der Hersteller von Kamineinsätzen oder Kaminöfen kann jedoch größere wirksame Schornsteinhöhe vorschreiben, um die richtige Funktion der Heizanlage zu gewährleisten. Der Kaminzug (Auftrieb der Rauchgase) verbessert sich mit zunehmender wirksamen Schornsteinhöhe.
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Wie Sie das Haus mit einem Heizkamin beheizen
Ein Heizkamin oder Holzofen werden immer beliebter. Holz stellt eine zukunftsichere Alternative zu Heizöl oder Gas und das Holzverbrennnen ist beim richtigen Umgang und Verwendung einer moderner Heizanlage naturfreundlich.
Aus diesem Grund greifen immer mehr Hausbesitzer zu einer Holzheizung. Hier bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Vom Holzkessel oder Pelletofen, über Kaminöfen bis zu einem Warmluftkamin. Heute möchten wir uns auf die letzte Alternative fokusieren.
Heizkamin als Ganzhausheizung
Ein Heizkamin oder auch Warmluftkamin stellt eine moderne Zusatzheizung dar, mit der man nicht nur den Aufstellungsraum sondern sogar das ganze Haus beheizen kann. Heizkamin ist eine Weiterentwicklung des offenen Kamins. Er besteht aus einem Kamineinsatz und einer Kaminverkleidung.
Der Kamineinsatz stellt das Grundelement des Heizkamins dar. In seinem Brennraum erfolgt die Verbrennung und das Feuer lässt sich durch die große Glasscheibe in der Kamintür beobachten. Aus diesem Grund ist der Warmluftkamin die optimale Lösung wenn ausser der Heizfunktion auch das Ambiente des Wohnzimmers durch den Flammenspiel aufheitert werden soll.
Für die Beheizung von mehreren Räumen ist der Kamineinsatz zusätzlich mit einem Warmluftmantel ausgestattet. Es handelt sich um eine Blechummantelung, die auf den Kamineinsatz aufgesteckt wird. Die vom Kamineinsatz erwärmte Luft wird durch den Warmluftmantel aufgefangen und die Warmluftrohrleitung abgeführt. Diese Rohrleitung wird auf die Warmluftstutzen des Warmluftmantels angeschlossen und besteht aus flexiblen Aluflexrohren.
Das gesamte System ist sehr flexibel und ermöglicht dank einer Vielzahl von Zubehörteilen die Warmluftverteilung im ganzen Haus. Erhältlich sind spezielle verzinkte Formteile, mit denen man die gewünschte Abzweigung durchführen kann: Y-Stücke, T-Stücke, Reduzierungen und Verbindungstücke. Die einzelnen Teile der Warmluftverteilung werden mit Klemmen befestigt. Undichte Stellen können mit einem feuerfesten Klebeband abgedichtet werden.
Die Heizluft hat eine hohe Temperatur. Deswegen ist bei der Warmluftverteilung darauf zu achten, dass die gesamte Rohrleitung ausreichend wärmegedämmt ist. Hierzu verwendet man Mineralwolle. Es sind auch spezielle Aluflexrohre erhältlich, die bereits eine Dämmungschicht aus Mineralwolle enthalten. Das erleitert den Arbeitsablauf bei der Installation.
Die Warmluftverteilung im Haus kann mit der Ausnutzung der natürlichen Luftströmung (Thermodynamik) erfolgen. Diese Art der Warmluftverteilung ist für kürzere Abzweigungen (bis ca. 4 Meter in waagrechter Richtung vom Kamineinsatz) geeignet.
Soll die Warmluft über längere Strecken transportiert werden, ist ein Thermoventilator anzuwenden. Es handelt sich um spezielle Ventilatoren für Heizkamine, die für hohe Temperaturen ausgelegt sind.
In den zu beheizenden Räumen installiert man auf dem Ende der Warmluftrohrleitung Kamingitter oder Anemostate (drehbare Tellerventile).
Für die richtige Funktion der Warmluftverteilung muss die abtransportierte Heizluft wieder zum Kamineinsatz zugeleitet werden. Dazu nutzt man entweder natürliche Undichtheiten unter der Innentür oder Lüftungsgitter.
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Wie man einen Heizkamin baut
Ein klassischer offener Kamin ist wahrscheinlich allen bekannt. Über mehrere Jahrhundert wurde er als Heizung verwendet. Doch den heutigen Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit und Effektivität der Heizung entspricht ein offener Kamin nicht mehr.
Um den neuen Bedürfnissen des Betreibers nachzukommen, wurde ein Heizkamin (auch Warmluftkamin gennant entwickelt). Heizkamin ist mit einem Kamineinsatz ausgestattet, der geschlossene Feuerstätte hat, und somit für wesentlich bessere Energieausnutzung des Brennstoffes (meistens Holz) sorgt.
Der Kamineinsatz hat Kamintür mit Glasscheibe, so dass man den Feuer wie bei einem offenem Kamin beobachten kann. Rund herum des Kamineinsatzes wird eine Kaminverkleidung erstellt, so dass man nach dem Einbau nur die Front des Kamineinsatzes sieht.
Feuerstätten (einschließlich Kamine) sind abnahmepflichtig. Sie sollten Ihr Vorhaben im Vorfeld mit Ihrem zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister konsultieren.
Diese Anleitung soll lediglich dazu dienen, sich eine Vorstellung über dem Bau eines Warmluftkamins zu machen. Es handelt sich um keine vollständige Anleitung und für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wird keine Haftung. Sämtliche Vorschriften müssen beim Bau eines Kamins eingehalten werden.
Die Kaminverkleidung kann aus verschiedenen Materialien ausgeführt werden, je nach dem was man erzielen will. Für die Wärmespeicherung eignet sich eine Verkleidung aus Schamotte, Klinker, Lavasteine u.ä. Wenn man keine Wärmespeicherung benötigt und mit einer “kalten” Kaminverkleidung zufrieden ist, dann lässt sich die gesamte Kaminverkleidung aus leichten Kalziumsilikatplatten (Silca, Promasil,…) leicht anfertigen.
Vom Porenbeton (Gasbeton) ist beim Bau der Verkleidung abzuraten, da dieser mit der Zeit die Einwirkung der hohen Temperaturen nicht aushällt und als Ergebnis entwickelt sich Staub im Raum.
Porenbeton wird beim Kaminbau lediglich für die Vormauerung der Wand hinter dem Heizkamin verwendet und auf der Innenseite ist er zusätzlich mit den Wärmedämmungsplatten (siehe oben) zu dämmen.
Der gesamte Boden, die Wände und Decke innerhalb der Kaminverkleidung müssen gedämmt werden. Zusätzlich ist der Boden auf die entsprechende Tragfähigkeit zu überprüfen.
Die Kaminverkleidung muss mit Kamingitter versehen werden, um die Luftzirkulation zu sichern und den Wärmestau zu verhindern. Meistens platziert man Kamingitter unter den Kamineinsatz und in den oberen Bereich der Verkleidung. Auf diese Weise ist die natürliche Luftzirkulation innerhalb des Mantels gesichert. Bezüglich der Größe und Anzahl der Kamingitter sind die Angaben des Herstellers zu beachten.
Für die Kamingitter gelten Mindestabstände von der Decke und brennbaren Materialien, die einzuhalten sind. Der obere Kamingitter platziert man direkt unter so genannte “falsche Decke”. Diese “falsche Decke” wird schräg Richtung Aufstellungsraum ausgeführt und verhindert die Ansammlung der heißen Luft oberhalb des Kamingitters (sonst würde auf dieser Stelle ein Luftpolster mit heißer Luft entstehen).
Beim Bau des Kamins muss auch für die ausreichende Luftzufuhr gesorgt werden. Der Kamineinsatz lässt sich entweder raumluftabhängig betreiben oder an eine externe Luftzufuhr anschließen. Dazu werden häufig Luft-Abgas-Schornsteine genutzt, die einen separaten Kanal für Zuluft und Abgase haben. Mehr zu dieser Problematik finden Sie in unserem Artikel “Kamineinsatz – mit oder ohne externer Frischluftzufuhr“.
Dieses Video zeigt den Bau eines Kamins:
Den Kamineinsatz schließt man an den Schornstein mit Rauchrohren. Diese sollen eine Wandstärke von mind. 2 mm haben. Der Anschluss an den Schornstein muss dicht ausgeführt werden. Für die Abdichtung sämtlicher Undichtheiten kann man den hitzebeständigen Ofenkitt verwenden. Der Schornsteinanschluss wird mit einem doppelwandigen Wandfutter ausgeführt.
Der Schornsteindurchmesser soll in der Regel gleich oder größer als der Abgasrohrdurchmesser des Kamineinsatzes. Je nach Angaben des Herstellers kann man eventuell den Abgasrohr zwischen dem Kamineinsatz und Schornstein auf einen kleineren Durchmesser reduzieren. Solche Anpassungen des Rauchgasweges beeinflussen den Kaminzug. Eine vorherige Konsultation mit Schornsteinfeger ist hier notwendig.
Einige Kamineinsätze verfügen über keine Abgasklappe. In sollchen Fällen empfiehlt sich die Installation eines Rauchrohrs mit Drosselklappe. Mit der Drosselklappe lässt sich der Kaminzug regulieren.
Warmluftverteilung
Heizkamine geben Teil der Energie als Strahlungswärme über die Glasscheibe und den Kamineinsatzkörper ab. Diese kann in die umgebende Kaminverkleidung gespeichert werden. Der größere Teil der Wärme wird als Konvektionswärme abgegeben. Konvektionswärme bedeutet, dass die durch die Kaminverkleidung durchströmende Luft erwärmt wird.
Diese Warmluft kann man nicht nur für den Aufstellungsraum nutzen sondern auch gezielt in weitere Räume führen. Hierzu werden Kamineinsätze mit so genanntem Warmluftmantel verwendet. Warmluftmantel ist eine zusätzliche Blechummantelung, die den Kamineinsatz umschließt und somit die Warmluft auffängt.
Der Warmluftmantel hat im oberen Bereich Warmluftabgänge (Warmluftstutzen) an die flexible Aluflexrohren angeschlossen werden. Diese Rohrleitung kann man dann auf die gewünschte Weise im Haus verteilen. Es gibt eine Vielzahl an Formteilen, mit dem man die Verzweigung realisieren kann.
Kürzere Strecken (bis zu ca. 4 Meter in waagrechter Richtung vom Kamineinsatz) lassen sich durch die Ausnutzung der natürlichen Luftströmung realisieren. Sollten die Abzweigungen der Warmluftverteilung länger sein, muss man einen Thermoventilator nutzen, der die Warmluft befördert.
Als Endelemente der Warmluftverteilung dienen entweder Verschließbare Kamingitter oder Anemostate (drehbare Tellerventile).
Nützliche Informationsquellen und Fachliteratur zum Thema Kaminbau:
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Kamineinsatz – mit oder ohne externer Frischluftzufuhr?
Für die Brennstoffverbrennung im Kamin wird Sauerstoff benötigt, der Kamin verbraucht beim Heizen Luft. Was abgeführt wird, muss auch irgendwo wieder zugeführt werden. So gilt es auch in diesem Fall. Um den richtigen Betrieb des Kamins zu gewährleisten und gleichzeitig die Bewohner zu schützen, muss für ausreichende Luftzufuhr gesorgt werden.
Die Frage der Frischluftzufuhr wird beim Kaminbau immer aktueller. In der Vergangenheit waren die natürlichen Undichtheiten bei Fenstern und Türen für die Luftversorgung des Aufstellungsraumes eines Kamins ausreichend, so dass keine besonderen Maßnahmen notwendig waren.
Das hat sich geändert. Dichte Bauweise bei modernen Niedrigenergiehäusern lässt keine ungewollten Öffnungen in der Gebäudehülle zu. Die Hersteller der Kamineinsätzen und Kaminöfen haben auf diese neue Herausforderung reagiert. Moderne Holzheizungen können auf einen externen Luftkanal angeschlossen werden, um die nötige Verbrennungsluft zu sichern.
Dieser Luftkanal wird am besten durch einen Luft-Abgas-Schornstein zugeführt. Luft-Abgas-Schornstein ist ein spezieller Schornstein, der neben dem Abgaszug auch einen eigenen Lüftungszug zur Verfügung stellt, an den die Zuluftrohrleitung vom Kamineinsatz oder Kaminofen angeschlossen wird. Spezialisierte Firmen sichern Ihnen einen professionellen Schornsteinbau.
Heutzutage finden Sie bei fast jedem Schornsteinhersteller eine Lösung für raumluftunabhängige Holzfeuerungen. Teilweise handelt es sich um gut durchgearbeitete Systeme, die z.B auch eine Vorwärmung der Verbrennungsluft ermöglichen. Das ist wichtig für eine effektive Verbrennung im Kamineinsatz. Die vorgewärmte Verbrennungsluft vermischt sich besser mit den Holzgasen, die bei Holzverbrennung in der Brennkammer entweichen, und das ermöglicht ihr vollkommenes Ausbrennen bevor Sie in den Schornstein entweichen. Das Ergebnis ist ein hoher Wirkungsgrad des Kamineinsatzes und niedrige Schadstoffemissionen.
Eine andere Möglichkeit ist es, die Verbrennungsluft mit einem Luftkanal vom Keller oder von Außen zuzuführen. Das ist aber manchmal mit aufwendigeren baulichen Maßnahmen und natürlich mit dem Durchbrechen der thermischen Hülle des Hauses verbunden. Die Luft muss dem Raum, der die Feuerstelle mit Verbrennungsluft versorgt, irgendwo wieder zugeführt werden. Außerdem ist ein Schutz gegen Ungeziefer vorzusehen.
Für die Entscheidung, ob der Kamineinsatz in dem gegebenen Fall mit oder ohne externer Luftzufuhr betrieben werden kann, sind nur die Anweisungen des zuständigen Schornsteinfegers wesentlich. Man sollte diese Frage also gleich in die Planungsphase des Kaminbaus oder Hausbaus mit einziehen und das Vorhaben mit dem Schornsteinfeger im Vorfeld konsultieren. Dieser ist für die Endabnahme der Feuerstätte zuständig und kann dem Kaminbetreiber viele nachträglichen Maßnahmen ersparen.
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Freude am Kamin & Ofen
vor und NACH dem Kauf